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    "Die Welt hat mehr Redner als Zuhörer -

     und auf beiden Seiten wenige Denker."

     (Sanela Tadic)



  • "Ich träume davon,
  • BÜCHER zu schreiben,
  • die vor allem etwas bewirken
  • und bewegen,
  • sich nicht bloss verkaufen
  • und unterhalten."










„Was Leute an sich tragen,
ist wichtiger geworden,
als was sie in sich tragen;
was sie vorgeben beliebter,
als was sie zugeben;
was sie darstellen interessanter,
als was sie wirklich sind;
wie sie auftreten attraktiver,
als wofür sie eintreten.“

  • "Das ultimative Lebensgefühl? Authentizität in allem, was wir denken, fühlen und tun. Die absolute Echtheit, ohne etwas vortäuschen oder künstlich hervorrufen zu müssen."

  • "Ich glaube an die Kraft der Seele. Wonach wir in unseren Seelen trachten, für uns und für andere, das ist unsere Religion."

  • "Allgemein halte ich TIERE für viel authentischer und aufrichtiger als Menschen. Sie leben im Hier und Jetzt und sie verbergen ihre Gefühle und Bedürfnisse nicht."

  • "MUSIK kann eine Ergänzung, wenn nicht gar Steigerung zur Literatur sein, weil sie Vieles ausdrücken kann, was Worte nicht können."

  • "Ich habe ANGST vor Augenblicken oder Zeiten, in denen die Angst mich daran hindert, ein erfülltes und selbstbestimmtes Leben zu führen."

  • „Erzähler sind das soziale Gedächtnis der Menschheit und ihrer Zeit. Schriftsteller verschweigen nichts. Dafür sind Worte nicht geschaffen. Die Menschen schon, aber nicht die Sprache.“

  • „Seelisch Therapierte sind in dieser kalten, distanzierten Welt wie trockene Alkoholiker, die nach erfolgreicher Therapie direkt vor eine Bar gefahren werden.“

  • „Die KLUGEN wissen, dass sie klug sind. Die DUMMEN glauben, dass sie klug sind. Und die WEISEN fragen sich, ob sie klug genug sind.“

  • „Man sagt sich oft zum Trost, das LEBEN sei eine ACHTERBAHN. Mal bergab, mal bergauf. Die Achterbahn des Lebens aber hat längere Talfahrtstrecken als Höhenflüge.“

  • „TIEFGRÜNDIGKEIT: Der scharfsinnige, achtsame Blick in die Tiefen des Daseins ist nichts für Feiglinge.“

  • „WAS WIR VON TIEREN LERNEN KÖNNEN? Ungezwungenheit, Authentizität, Gelassenheit, Ruhe… und die Fähigkeit, im Hier und Jetzt zu leben.

  • „Wenn wir glücklich sind, blüht unsere FANTASIE auf. Sind wir es nicht, verlassen wir uns auf unser GEDÄCHTNIS.“

  • „Das LEBEN ist eine Komödie. Wir lachen nicht, weil es uns passiert.“

  • „Die Pforte zu Wundern öffnet sich, wenn wir NEUE SCHRITTE wagen.“

  • "Authentizität & Integrität sind keine Kunst. Sie wären der Normalzustand. Nicht authentisch zu sein, ist dagegen eine Künstlichkeit, die sich die Menschen angeeignet haben - wider die eigene Natur. Ehrlichkeit ist keine Kunst. Sie ist die Stärke, sich zu zeigen, wie man ist, egal, was einem daraus erwächst."

  • "Angenommen, unser Leben endet JETZT: Was wären unsere letzten Gedanken und Empfindungen? Angenommen, unser nächstes Leben beginnt JETZT: Was würden wir anders machen oder anders haben wollen, was im letzten Leben nicht möglich war? Angenommen, unser nächstes Leben beginnt NIE: Was, ausser einer Grabstätte, bleibt von uns und unserem einzigen Leben? Wo liegen unsere wahren Errungenschaften? Hatten wir genug Zeit, für das, was wir im Leben wollten? Wer sind/waren wir für die Welt, in der wir lebten und für die Menschen, die wir kannten? Und wer waren sie für uns? Was ist wirklich von Bedeutung? Wozu leben wir und haben wir dann gelebt? UFF... was für Fragen... was für Antworten! Wir können sie ignorieren und vergessen. Aber sie sterben mit Sicherheit nicht. Wir schon. Ohne Ablenkung. Ohne Betäubung. Mit diesen Fragen. Mit dieser letzten Rebellion."

  • "Daran, wie wir unsere Umwelt wahrnehmen, erkennen wir den Grad unserer Persönlichkeitsentwicklung. Stellen wir bloss fest, wie eine Sache oder ein Mensch ist und richten wir uns nur nach den Eindrücken, die äussere und innere Erscheinungen hinterlassen, oder hinterfragen wir sie auch, drehen und wenden die Dinge in allen Varianten? Suchen, graben und dürsten wir nach Antworten? Lernen und lehren wir selbst, zu leben, zu sein oder sind wir einfach, nur um nicht tot zu sein? Für diese Fragen braucht es ein mutiges und unabhängiges Geistesleben, das mit Wesensfülle belohnt wird. Mit dieser Fülle blickt ein anderes Augenpaar aus dem Gesicht hinaus in die Welt, auf das Leben, zum Menschen, in sein Inneres. Wer sich wirklich für die Gabe des eigenen Selbst interessiert und an ihr arbeitet, dem kann sein Nächster niemals gleichgültig sein. Jedes Individuum ist eine neue entdeckenswerte Schatzinsel und alle zusammen bilden sie einen ganzen Erdball. Den Beweis dafür erbringen unerschütterlicher Mut, ungebundener Wille und lebenslange Ausdauer. Jeder Mensch ist ein Universum. Jede Entdeckungsreise ist ihre Mühe wert."

  • "Die Literatur verspricht die Wahrheit der Wirklichkeit, während in der Wirklichkeit die Wahrheit verzerrt, verdrängt, verborgen und/oder verleugnet wird. Schreiben ist ein unnachgiebiges Ergründen, wo das Leben uns zu Gleichgültigkeit und Härte, zum Wegschauen und Abstumpfen, zum stillen Hinnehmen und einschränkendem Stillstand verleiten will. Geschichten in Büchern, aber auch in Filmen, die auch vor allem anderen geschrieben werden, machten mir zudem bewusst, wie bedeutungsvoll und prägend es ganz allgemein unter Menschen ist, was wir im Leben einander sagen, wie wir es sagen und warum. Nicht weniger bedeutend ist es (aber häufig nicht wahrgenommen), wie gut wir zuhören und ob wir zu hören in der Lage sind, was uns nicht gesagt wird - und warum. Wie in der Literatur, die ich las, entwickelte sich mit der Zeit im Zwischenmenschlichen ein ausgeprägter Humanismus und Idealismus in mir, der mich eine Gründlichkeit im Umgang mit Gedanken und Worten lehrte, die mich feststellen liess, was die Arbeit mit und an Worten auf den Punkt gebracht ist: Eine Rebellion gegen die Missstände unserer Zeit und ein Kampf für eine einsichtige, vielfältige und wohlwollende Welt." (aus 'Porträt: Sanela Tadic' | Website)

  • TRÄUME - Geschichten der Seele: "Der Traum des Schlafenden ist das Spiegelbild des Wachenden; allerdings ein verzerrtes Spiegelbild, das erst dechiffriert werden muss, um sein Gesicht zu erkennen. Das Traumgeschehen erzählt vom Wacherlebten und weiss vom Wachgewussten oder eben vom Un- bzw. Unterbewussten. Den Traum könnte man auch als die 'visualisierte Psychosomatik' bezeichnen – ein Gebiet, das die Erscheinungen im Menschen und deren Ursachen hinterfragt. Vielfach sind Trauminhalte selbst für den Träumer Geheimnisse seines Wesens, denen er sich bewusst werden muss, um sich von ihren Behinderungen zu befreien. Und dieses Bewusstwerden darf sein Leben lang nicht enden, wenn er alles sein will, was er ist und nicht, was er zu sein glaubt. Solange den inneren Vorgängen keine Gleichwertung wie den äusseren Vorgängen zukommt, lebt die Seele in Zurückhaltung, in Entbehrung, wo es keiner bedarf. Eine Flut, die unsere Natur fordert, kann nicht losgelassen werden, ohne von den Dämmen zu wissen, die sie zurückhalten."

  • „Als Kinder haben wir viele Fragen gestellt und waren leicht zu begeistern. Wir waren staunende und aufgeregte Entdecker. Unsere ureigenen Wesensmerkmale begannen sich abzuzeichnen und wo unsere Stärken, Interessen und Besonderheiten lagen. Wenn es eine ideale Kindheit war, bestärkte man uns in unseren Fragen, in der Entfaltung unserer Talente und in unserer noch unzensierten Persönlichkeit. In einer erbauenden und liebevollen Erziehung durften wir sagen, was wir denken. Wir durften Fragen stellen und die Antworten hinterfragen und ergründen. Als Erwachsene aber dann kommen wir irgendwie noch einmal auf die Welt. Sie unterscheidet sich deutlich von der Welt aus unserer Kindheit. Enger wird sie und verliert erheblich an Weite. An Grösse. An Farben. An Möglichkeiten. Auch die Menschen, die uns als Kinder kannten, haben sich verändert. Auch wir haben uns verändert. Wir sind kleiner geworden, obwohl wir gewachsen sind. Erwachsene nennen das: Vernunft und Realismus. Die Fragen, die wir als Kinder stellten, werden nicht mehr gern gehört. Wir geraten als Erwachsene in eine Welt, in der uns Untugenden als Tugenden verkauft und vorgelebt werden..." (aus 'Rebellionen des Geistes' | Essay)

  • "Von dem Augenblick an, in dem wir auf die Welt kommen, ist sie das erste Gefühl, das wir Menschen kennen lernen: Die Unsicherheit. Noch bevor wir von irgendwas wissen können, werden wir von unserer Umgebung beeinflusst und bleiben (unnötigerweise) die meiste Zeit unseres Lebens abhängig von ihr. Die unmittelbare Umgebung und unsere ersten Bezugspersonen führen uns nach unserer Geburt in die Welt ein. Diese Einführung und Einstellung auf das Erdenleben wird von der Vermittlung von Sicherheit begleitet. Erstes und oberstes Anliegen Erwachsener ist es, Babys und Kindern das Gefühl von Geborgenheit und Schutz zu vermitteln sowie ausreichende Nahrungsversorgung und konstante körperliche wie seelische Pflege zu garantieren. Gleichzeitig werden Heranwachsende auf ihre liebenswerte Einzigartigkeit verwiesen, auf ihre Bedeutung für die Eltern, allfällige Geschwister und für die ganze Familie. Zuwendung, Aufmerksamkeit und Wertschätzung sind das erste, was Kinder von den Erwachsenen erfahren. Ebenso werden sie Zeugen von der Zugewandtheit an andere. Davon, dass andere nicht weniger Wertschätzung verdienen als sie, dass es nur eine Art von Gleichheit gibt: Das Recht jedes Einzelnen auf Akzeptanz und Liebe. Im Idealfall..." (aus dem Essay 'Gewalten des Zögerns')

  • "Menschen sagen zwar, was sie wollen, nicht aber immer, was sie denken und fühlen. Das ist nicht ein und dasselbe. Überall wird viel gesprochen, was nicht bedeutet, dass auch viel von dem gesagt wird, was man von sich aus auch tatsächlich meint." (aus 'Der Zuhörer')

  • "Wie die ganze Natur haben auch wir Gezeiten in uns. Naturgewalten. Leidenschaft ist eine von ihnen. Sie ist nicht nur eine körperliche Reaktion, sondern erfasst den ganzen Menschen, seine Seele wie seinen Verstand. Auch Leiden werden in uns erschaffen. Durch einen Zustand, auf den wir reagieren. Aus Widerstand gegen ihn. Die Bedingungen, unter denen dieser innere Kampf geführt werden muss, bestimmen schliesslich, ob er ausgefochten und gewonnen oder hinausgeschoben und verloren wird. Wir müssen damit anfangen, für uns und unsere Mitmenschen die besten Bedingungen zu schaffen. Für eine Welt, in der man von innen nach aussen leben kann. Bestärkt und behütet. Von der Kostbarkeit des Lebens überzeugt. Diese Überzeugung beginnt im freien Ausdruck der Seele." (aus dem Artikel WIE GEHT'S DIR?)

  • „Der Sterbebegleitung muss in der Gesellschaft mehr Beachtung geschenkt werden. Man muss sich bemühen, einen Menschen so angenehm und liebevoll wie möglich AUS dem Leben zu begleiten. Wenn ein Kind auf die Welt kommt, bemüht man sich ja auch, dass es entsprechend seinen Bedürfnissen INS Leben begleitet wird. Ein sterbender Mensch wird in gewisser Weise auch wieder zum Kind. Als würde alles rückwärts laufen. Neben fachlicher Kompetenz braucht er zwingend auch menschliche Wärme und Nähe. Es ist seine letzte irdische Reise – und auch unsere mit diesem geliebten Menschen.“ (Sanela Tadic | Interview UniversitätsSpital Zürich)

  • “IM STILLEN UND IM TRAUM: Wenn es ganz still ist und wenn Du träumst, kannst Du Dich hören. Wenn die Außenwelt schläft und wenn Du schläfst, sprichst Du Deine Sprache, malst Du Deine Bilder. Wofür dann Dein Herz schlägt, woran Du dann am häufigsten denkst, das ist Deine Welt. Das bist Du. Alles andere ist bloß Bühnentheater. Fürs große Publikum. Für Applaus und gute Kritiken.”

  • WARUM ICH SCHREIBE: "In der Literatur fand ich eine Welt, in der es nichts Unaussprechliches gibt. Alles Menschliche findet eine Beschreibung, einen Ausdruck. Ich empfand das als sehr befreiend und tröstend. Mein Wunsch war immer, dass sich die Menschen im Alltag genauso offen und ehrlich untereinander ausdrücken würden wie in der Literatur oder auch im Film. Überhaupt in der Kunst. Beim Schreiben von Geschichten gibt man allen Gedanken und Gefühlen eine Stimme. Auch wenn sie erfunden sind, stammen sie doch aus der Realität. Wir Menschen nutzen unsere Sprache zu wenig für das Wesentliche, für den echten Ausdruck. Stattdessen nutzen wir sie mehr, um vom Wesentlichen abzulenken, zu verschweigen, zu verschleiern oder auch, um andere zu manipulieren oder zu verletzen. Worte haben eine starke Wirkung. Darum ist es so wichtig, sie bewusst und wohlwollend zu nutzen. Ich glaube auch, dass ich beim Schreiben mehr ich selbst bin. Gerade weil man im Alltag zu wenig Gelegenheit hat, tiefgründiger zu denken und bewusster zu sprechen. Schreiben wurde für mich auch eine Art Protest gegen die Missstände unserer Zeit. Ich träume davon, Bücher zu schreiben, die vor allem etwas bewirken und bewegen, sich nicht bloss verkaufen und unterhalten."

  • „Familie. Das ist eine starke Verbindung zwischen Seelen – nicht Verwandten. Blutsverwandtschaft ist Zufall. Die tiefe Bedeutung des Wortes Familie ist damit nicht immer gegeben. Seelische Verwandtschaft setzt bedingungslose Zuwendung voraus, für die Umstände ihrer Zusammenführung nicht von Belang sind. Jeder ist mit uns verwandt, den wir lieben und von dem wir geliebt werden. Am verwandtesten ist uns der, den wir lieben, weil wir nicht mehr anders können.“ (aus der Erzählung SALZ & TRÄNEN)

  • "Nicht nur die sichtbare Geschichte formt ein Individuum, sondern vor allem auch die unsichtbare und unzensierte, die in unserer gleichheits- und erfolgsorientierten Gesellschaft viel mehr Beachtung und Verständnis finden sollte. Geschichtenerzählen ist philosophische Gedankenarbeit und Empathie - kurzum: Eine geistige und seelische Reise durch den Menschen und die Welten, die er in sich erschafft, aber auch die Umwelt, die ihn prägt und seine ganze Geschichte ausmacht. Davon zu erzählen bedeutet, die Kraft sich anzueignen, für alles Menschliche Worte zu finden und sich die Fähigkeit zu bewahren, auch allem Unausgesprochenen und Unaussprechlichen eine Stimme zu geben. Für das Lautlose, Denkwürdige, Unterdrückte und Verborgene eine Sprache zu haben, die Menschen verstehen, und sich darüber hinaus selbst durch sie befreit und verstanden fühlen."