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"Wenn wir glücklich sind,
blüht unsere Fantasie auf.
Sind wir es nicht,
verlassen wir uns
auf unser Gedächtnis."

(Sanela Tadic)


PORTRÄT: SANELA TADIC

(Autorin | Lektorin & Korrektorin | Ghostwriterin)


Name | Vorname: Tadic, Sanela Katarina

Spitzname: Sani

Geburtsdatum: Mittwoch, 31. Oktober 1979; 22:55 Uhr

Geburtsort: Vinkovci | Kroatien

Sternzeichen: Skorpion (Aszendent Krebs)

Berufserfahrungen: Literarisches und kreatives Schreiben | Assistenz | Sekretariat | Lektorat | Ghostwriting | Korrektorat in Wirtschaftskanzleien, Grossprojekten Baubranche, Ingenieurbüro, Verwaltung Kanton Zürich | literarische und journalistische Texte für Online- und Printmedien (z.B. getabstract.com der NZZ am Sonntag; Vactum.com u.a.)

Charakteristisches über mich: Es ist viel schwieriger, sich selbst zu beschreiben als andere. Doch beim Schreiben ist es von grosser Wichtigkeit, sich selbst möglichst gut zu kennen, und sich auch seiner unangenehmen und schwachen Seiten bewusst zu sein. (Dies jedoch nicht nur beim Schreiben.) Wer von sich selbst keine Ahnung hat oder keine Ahnung haben will, der kann sich auch schwer in jemand anderen hineinversetzen und möchte dies wahrscheinlich auch nicht. Meine Überzeugung ist, dass Menschen, die aufrichtig schreiben und dies anderen offenlegen, bereits tief in sich hineinblicken lassen, sofern dieser Blick gesucht wird. Beim Schreiben sollte es keinen Schutzpanzer geben und keine Maskerade. Deshalb sind meine Texte auch nicht 'marketing-orientiert'.

Wenn ich also eine Romanfigur wäre, würde ich mich als einen ruhigen, natürlichen Menschen und als eine introvertierte und dezent auftretende Frau bezeichnen. In der Begegnung mit Mitmenschen reagiere ich gleichzeitig offen, aufmerksam und zuhörend, aber auch zurückhaltend. Introvertiertheit entspricht mir mehr als Extravertiertheit, wobei ich mich gern mitteile. Zu Selbstzweifeln neige ich in allen Belangen. Ich schätze eine wohlwollende, humorvolle und gesprächsbereite Atmosphäre unter Menschen. Authentizität und Integrität sind mir sehr wichtig. Ich reagiere mit Rückzug, wenn eine Umgebung im groben Sinne laut, verächtlich, unaufrichtig, künstlich und steif ist. Eine Ellenbogen-Mentalität stimmt mich traurig. Alles in allem bin ich ein analytischer Mensch, der jedoch auf alles zunächst mit dem Herzen reagiert und nahe an sich rankommen lässt. Das Denken ist es dann, das mir zu mehr Distanz verhilft und zu heilsamen Lösungen. Selten reagiere ich im Affekt, vielmehr nach reiflicher Überlegung und nachdem ich die Gefühle geordnet habe. Gemeinschaftlichkeit ziehe ich jeglichem Klassendenken in der Gesellschaft vor. Trotz meiner Vorliebe für geistiges Schaffen suche ich im Alltag und unter Menschen nicht das Intellektuelle oder sonst irgendeine sich hervorhebende Gruppierung. (Ich bin der Meinung, dass man im Gespräch mit einem einfachen Bäcker oft mehr fürs Leben - und fürs Schreiben - lernen kann, als von sogenannten Fachleuten.) Ich möchte ein Teil von allen sein und von allen lernen. Das Zwischenmenschliche ist mir wichtiger als irgendein beruflicher Status. Das Herz, die Seele, ist das Entscheidende und Wesentliche in den Menschen. Der höchste Grad und die grösste Auszeichnung sind für mich wohlwollende und weise Herzen. Ohne Herz ist ein kluger Verstand nicht möglich. Gute Gedanken können nur entstehen, wenn sie auch empfunden werden.

Die Geschichte meiner Leidenschaft für Worte: In meinen ersten Jahren teilte ich mich in meiner Muttersprache mit. Als ich in die Schweiz kam, weigerte ich mich als Kind zunächst, diese andere, fremde und unvertraute Sprache (Schweizerdeutsch) zu sprechen (und auch in diesem Land zu bleiben). Soweit ich mich erinnere und es mir erzählt wurde, erlernte ich sie jedoch rasch. Zu lieben aber begann ich die hochdeutsche Sprache und insbesondere das gedruckte Wort in Büchern, in denen sich mir eine mich (heraus)fordernde innere Welt der menschlichen Geschichten erschloss, voller Gedanken und Vorstellungen, der Gefühlsbeschreibungen und der Auseinandersetzung mit der Realität, bei gleichzeitigem Streben nach Idealen. In dieser Welt fand ich meinen Platz. Als Jugendliche veränderte sich schliesslich meine Einstellung zum Land, in dem ich lebte. Es wurde mir naturgemäss vertraut und auch heimisch (was nicht naturgemäss ist). Fremd und fern erschien plötzlich die Heimat, von der ich mich kulturell immer mehr entfernte. Die deutsche Sprache wurde zu meiner Muttersprache, fast so, als wäre sie es schon immer gewesen und als wäre ich infolge der Ereignisse um mich herum - gleich einer Fügung - wieder zu ihr zurückgeführt worden. Denn: Obwohl ich meine erste Muttersprache weiterhin beherrschte, hatte ich nie wirklich das Bedürfnis, in dieser Sprache zu lesen und vor allem zu schreiben. (Einzig in der Musik behielt ich einen engen Bezug zu ihr, weil ich mit ihr aufgewachsen bin.) Ich denke auch nie in der Sprache meiner Kindheit, selbst dann nicht, wenn ich sie spreche. Ich denke und träume sogar in der deutschen Sprache und ich könnte mir nicht vorstellen, in einer anderen zu schreiben.

Die ersten Bücher, die ich las und die mich interessierten, waren nicht für mein Alter bestimmt. "Schuld und Sühne" von Dostojewski war eines davon. Bestimmt hatte ich damals nicht alles verstanden, aber die grosse Sehnsucht erwachte, diese Worte (und die Menschen in dieser Geschichte) zu verstehen. Jene Worte bzw. Gedanken und Empfindungen, die gedruckt sind und jene, die der Autor im Leser aufkommen lässt, oder die der Leser von selbst in sich entfaltet. Neue Worte, die ohne dieses Buch vielleicht nie gedacht, nie empfunden worden wären. Von Anfang an suchte ich die absolute Tiefe, den aller untersten Grund in den Menschen und den Gegebenheiten auf der Welt. Ich suchte und suche das absolute Verständnis und die bedingungslose Übermittlung der Erkenntnisse - auch dort (und besonders dort), wo sie unangenehm oder schmerzlich sind. Die Literatur verspricht die Wahrheit der Wirklichkeit, während in der Wirklichkeit die Wahrheit verzerrt, verdrängt, verborgen und/oder verleugnet wird. Schreiben ist ein unnachgiebiges Ergründen, wo das Leben uns zu Gleichgültigkeit und Härte, zum Wegschauen und Abstumpfen, zum stillen Hinnehmen und einschränkendem Stillstand verleiten will. Geschichten in Büchern, aber auch in Filmen, die auch vor allem anderen geschrieben werden, machten mir zudem bewusst, wie bedeutungsvoll und prägend es ganz allgemein unter Menschen ist, was wir im Leben einander sagen, wie wir es sagen und warum. Nicht weniger bedeutend ist es (aber häufig nicht wahrgenommen), wie gut wir zuhören und ob wir zu hören in der Lage sind, was uns nicht gesagt wird - und warum. Wie in der Literatur, die ich las, entwickelte sich mit der Zeit im Zwischenmenschlichen ein ausgeprägter Humanismus und Idealismus in mir, der mich eine Gründlichkeit im Umgang mit Gedanken und Worten lehrte, die mich feststellen liess, was die Arbeit mit und an Worten auf den Punkt gebracht ist: Eine Rebellion gegen die Missstände unserer Zeit und ein Kampf für eine einsichtige, vielfältige und wohlwollende Welt.

Weitere Leidenschaften: Neben Literatur auch Filme (besonders anspruchsvolle), Philosophie, Psychologie, Musik, Kunst, Kulturen, Historisches, Biografien, alle Wissenschaften vom und für den Menschen.

Freizeit | Hobbies: Lesen, schreiben, in der Natur sein, gute Filme, Musik, (Städte)Reisen, Kunst & Kultur, Freundeskreis, gutes Essen & Trinken in gemütlicher Atmosphäre, Ausgang/Tanzen (in guter Gesellschaft und bei entsprechender Stimmung); bevorzugte Gesellschaftsspiele: Billiard, Tischfussball/Kickerkasten, Dart, Schach; bevorzugte Sportarten: Volleyball, Fussball, Squash, Badmington, Tischtennis, Unihockey; Zeichnen (selten).

Veröffentlichungen:

  • "Stille Rebellionen" (Roman; ab Oktober 2017; KaMeRu Verlag)
  • Lesungen unveröffentlichter Erzählungen, Short Stories, Novellen und Gedichte auf YouTube (seit August 2017)
  • www.getabstract.com (Zusammenfassungen & Interpretationen von Literatur-Klassikern, wie z.B. "Der Steppenwolf" von Hermann Hesse, "Professor Unrat" von Heinrich Mann, "Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull" von Thomas Mann, "Andorra" von Max Frisch...) kostenpflichtiger Download; Copyright bei GetAbstract.
  • Artikel ("Wie geht's Dir?" und "Rebellionen des Geistes") auf www.vactum.com


Künftige Projekte:

Weitere Romane und Realisierung des Empathie-Projekts (literarisch und/oder cineastisch)

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